Gleich vorweg: Viele halten Entspannungstechniken, Meditation oder sich-selbst-Dinge-einreden für absoluten Schwachsinn. Auch wenn ihr mich auslacht, ich nicht.
Ich glaube z.B. überhaupt nicht an Homöopathie weil ich nicht einsehen kann, wie das irgendeinen Effekt haben soll, aber durch gezieltes Training mehr Körperbeherrschung zu bekommen oder seinen Geist zu schulen, haben schon viele Kulturen z.B. mit ihrem Glauben oder auch im Kampfsport bewiesen. Als Beispiel seien nur mal buddhistische Mönche, Fakire oder andere “Perfektionisten” auf diesem Gebiet genannt.
Ganz so weit will ich hier nicht ausholen
, also kurz zusammen gefasst: Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, bei der man sich durch verschiedene Übungen auf die verschiedenen Teile seines Körpers konzentriert und somit Entspannung findet. Das klappt weil durch die Sachen, die man sich dabei vorstellt und sich durch Formeln selbst (still im Kopf) “vorsagt” - z.B. “Mein Arm wird schwer.” oder “Meine Hand wird angenehm warm.” - bestimmte Muskelgruppen angesprochen werden und sich entspannen oder auch die Durchblutung fördern im zweiten Beispiel.
Da meine Krankenkasse mir 4 Kurse im Jahr zu 80% finanziert und ich diesen für ziemlich sinnvoll hielt, hab ich das einfach mal ausprobiert. Nicht einfach so, an dieser Stelle muss ich ein bisschen jammern, ich finde mein Studium ziemlich stressig und obwohl ich noch kein ausgebrannter Manager bin, haben sich bei mir doch schon manchmal stressbedingte physische Krankheitserscheinungen gezeigt, auf die ich jetzt auch nicht näher eingehen möchte
, die sich aber auch nicht anders als durch Stress erklären liessen.
Und anstatt zu Psychopharmaka wie Ritalin zu greifen um sich besser konzentrieren zu können, was unter den Studenten heutzutage leider ein ziemlich starker Trend ist (siehe auch diesen interessanten Artikel in Campus Zeit Ausgabe Feb.09), finde ich es sinnvoller, besser mit dem Problem umgehen zu können, als die Symptome mit Drogen zu bekämpfen.
Also, da es mich nicht viel kostet und ich dabei nur gewinnen kann, hab ich diesen Kurs einfach mal ausprobiert und hatte heute die erste Stunde:
Gelehrt wird die Technik in einer Gruppe von 10 Leuten durch meinen Hausarzt hier in Aachen, der das schon viele Jahre in Krankenhäusern macht.
In der ersten Stunde hat er erstmal viel erzählt, was dahinter steckt, was das Ziel ist, was man damit alles so machen kann, wie die Übung aufgebaut ist, … und dann durften wir natürlich auch üben.
Ich merke gerade, der Text ist schon ziemlich lang geworden ist, genug um Diskussionen anzustoßen oder Nachfragen zu fordern denke ich.
Zusammenfassend möchte ich nur schnell sagen: Ich finde diese Entspannungstechnik ziemlich super. Ich bin schon nach der ersten Stunde sehr überzeugt davon und mal auf die nächsten gespannt.
Da sich die Übungen nach dem Baukastenprinzip erweitern lassen, lernt man in jeder Stunde etwas mehr dazu, es bleibt also spannend
und ich halte euch auf dem Laufenden.