Heute morgen bekam ich erschreckende Nachrichten eines guten (und euch bekannten) Freundes, Philosophen, Ergründer von menschlichen Verhaltensweisen. Ein kurzer Auszug seiner aufgeregten Worte:
{Name zensiert}, 03.02.2007 12:00 :
mannomann wir waren gestern erneut im underground
{Name zensiert}, 03.02.2007 12:01 :
jegliche toleranz gegenüber dem emopack wurde naach dem gestrigen abend entgültig in 2 geschlagen
Da er zu entsetzt war, um mir die ganze Fülle der ihm klar gewordenen Erkenntnisse per ICQ mitzuteilen, UND weil er der Meinung war, die Menschheit müsse davon erfahren, schrieb er heute morgen, ausgelaugt nach dieser Nacht mit letzten Kräften folgendes Essay, das ich von ihm erhielt und euch nun weitergeben möchte:
{um seine eigene Sicherheit mit Veröffentlichung dieser schrecklichen Erkenntnisse nicht zu gefährden, wird dieser Text selbstverständlich nicht unter seinem Namen veröffentlicht}
Emos – harmlose Modeerscheinung oder krankhafte Bedrohung für unsere Gesellschaftsstrukturen?? (ein wissenschaftlich-satirisches Essay von “Sebastian Friedrichson, Master of Social Sciences”)
Eine immer größer werdende Modeerscheinung, genannt EMO (von engl.:Emotional) überflutet unsere Rock/Metal-Diskotheken .Was anfangs von allen als kuriose Modeerscheinung der Halbstarken belächelt wurde, nimmt nun immer größeres Ausmaß an.
Hermann P, Besitzer des Kölner Kultshuppens „Underground“ beklagt, dass der Umsatz des Ladens ,welcher einzig auf Einnahmen durch Getränke basiert, stark abnimmt. Ursprünglich ein Szenetreff für die Freunde der lauten Rockmusik sind nun über 50% der Besucher Emos. Zu Beginn des wachsenden Trends noch höchst erfreut, beklagt Herr P. nun zum einen den Verlust seiner früheren Stammkundschaft ,die sich durch das „Emopack“ belästigt fühlen und mit deren Musik nichts anfangen können und zum anderen den geringen Getränkeverzehr seiner neuen Kundschaft.
Joachim F. ein 2 Meter großer „Metallbär“ mit Slayer T-Shirt und ehemaliger Stammgast des Underground berichtet, dass er neben der Aufdringlichen Art der Emos auch fürchtet einer ihresgleichen zu werden, da er schon einige Freunde an das Emo-tum verlor.
Eine scheinbar Übertriebene Befürchtung. Doch immer mehr Ärzte bestätigen den krankheitsähnlichen Verlauf. Hauptvergleichspunkt ist der vornehmlich in Rumänien vorhandene Vampirismus.
Diese metaphysische Erkrankung ,die durch die Unsterblichkeit und die Übernatürlichen Kräfte der Betroffenen, bis heute den letzten Rest der Wirtschaft in Rumänien aufrecht erhält, könnte sich mutiert haben und sich nun international verbreiten.
Vermutet wird des weiteren, dass das gemeine Hauswollkaninchen (dem Hauptexportgut der Rumänen) der Überträger der Krankheit ist.
Äußerst seltsame Symptome zeichnen den „Emotismus“ aus:
-Am Augenscheinlichsten ist das seltsame besessene „Rumgezappel“ sobald Emomusik gespielt wird, man vermutet das dies Ausdruck eines , durch die Krankheit ausgelösten, Selbstzerstörungstriebes ist.
-Die Betroffenen nehmen ihre Krankheit nicht wahr und verleugnen ihre Zugehörigkeit zum Emotum durch Erfindung immer neuer nichtexistenter Musikrichtungen denen sie angehören sollen. Hieraus folgt ein enormer Persönlichkeitsverlust
-Ein Schwund des Organismus ist zu erkennen hiermit sind wir auch bei der Bedeutung der Emos auf unsere Gesellschaft angelangt, nicht nur das ein jeder so werden könnte wie sie, verlieren sie jeglichen Nutzen für unser System, da sie nicht mehr befähigt sind ihren Dienst zu leisten.
-Die zu stark ausgeprägte Emotionalität schwächt ihre Vernunft, die uns zu unserem Handeln befähigt und somit auch unsere Arbeitskraft bestimmt.
-Mann und Weib versuchen sich einander so anzupassen das sie nicht mehr unterscheidbar sind, dies führt zu erheblichen Einschränkungen der Produktivität da sie somit keine neuen Arbeitskräfte zeugen können
Johanna P. Mitglied der FDP, hält entgegen das es bereits andere Gruppen gab/gibt , wie das gemeine Punk-tum, die ebenfalls die Grundstrukturen des Systems untergraben wollten und nicht als Krankheit bezeichnet wurden.
Am Beispiel der Punks lässt sich allerdings zeigen, dass die für das System sehr wertvoll sind, denn zum einen fördern sie durch ihren übermäßigen Alkoholkonsum (mit dem Hintergrund sich in eine bessere Welt zu trinken) die Bier- und Alkoholwirtschaft, welche einer der Grundstützen unserer Wirtschaft sind, und zum anderen verhindern sie den Aufstieg rechtsradikaler Gruppierungen .
Beides kann der Emo nicht leisten, da er durch seinen geschwächten Organismus weder befähigt ist, nennenswerte Mengen Alkohols zu konsumieren (und wenn nur um der Selbstzerstörung zu frönen) noch Systemfeindliche Gruppen zu bekämpfen.
-> Es stellt sich natürlich die Frage wie man dieses Problem angehen soll.
Zum einen gibt es die Theorie, dass der Emotismus durch Vernichtung des Ursprunges des Emotrends (ähnlich der Krankheitsbekämpfung des Vampirismus) gestoppt wird.
Hierbei stellt sich die Frage ob nun die ersten Infizierten der mutierten Form als Auslöser zu sehen sind, oder der Herr des Vampirismus, Graf Dracul, höchst persönlich.
Der Tod des Grafen würde eine noch schlimmere Wirtschaftskrise in Rumänien verursachen als sie bisher schon vorhanden ist, da nun die wenigen guten Vampirarbeitskräfte ebenfalls sterben würden.
Der endgültige Untergang Rumäniens scheint vielen Philosophen und Wirtschaftswissenschaftlern als ein zu hoher Preis für die Vernichtung solcher nun minderer Lebewesen.
Da bisher keine angemessene Lösung zur Rettung Rumäniens nach des Grafen Tod ausgearbeitet werden konnte, werden nun immer mehr Stimmen laut die einen internationalen EMOcaust fordern.
Eine weitere Problematik sind einige ungeklärte Fragen:
-Ist der Emotismus von Mensch zu Mensch übertragbar?
-Wie lange existiert die nun überschwappende Seuche wirklich??
Viele im deutschen Sprachgebrauch übliche Wörter wie rEMOlade , dEMOnstration und ähnliche, lassen auf eine sehr lange Geschichte des Emotums schließen .
Auch die Behauptung Hitler sei bereits Emo gewesen ist im Internet verbreitet.
Eins scheint zumindest sicher: Ein Handeln gegen dieses Volk ist unerlässlich!
Denn ein Jeder kann der Nächste sein!
{von Sebastian F., MoSS}