Aug
24
2009
4

mal neue Sachen ausprobieren. Heute: Autogenes Training

Gleich vorweg: Viele halten Entspannungstechniken, Meditation oder sich-selbst-Dinge-einreden für absoluten Schwachsinn. Auch wenn ihr mich auslacht, ich nicht.
Ich glaube z.B. überhaupt nicht an Homöopathie weil ich nicht einsehen kann, wie das irgendeinen Effekt haben soll, aber durch gezieltes Training mehr Körperbeherrschung zu bekommen oder seinen Geist zu schulen, haben schon viele Kulturen z.B. mit ihrem Glauben oder auch im Kampfsport bewiesen. Als Beispiel seien nur mal buddhistische Mönche, Fakire oder andere “Perfektionisten” auf diesem Gebiet genannt.

Ganz so weit will ich hier nicht ausholen :-D , also kurz zusammen gefasst: Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, bei der man sich durch verschiedene Übungen auf die verschiedenen Teile seines Körpers konzentriert und somit Entspannung findet. Das klappt weil durch die Sachen, die man sich dabei vorstellt und sich durch Formeln selbst (still im Kopf) “vorsagt” - z.B. “Mein Arm wird schwer.” oder “Meine Hand wird angenehm warm.” - bestimmte Muskelgruppen angesprochen werden und sich entspannen oder auch die Durchblutung fördern im zweiten Beispiel.

Da meine Krankenkasse mir 4 Kurse im Jahr zu 80% finanziert und ich diesen für ziemlich sinnvoll hielt, hab ich das einfach mal ausprobiert. Nicht einfach so, an dieser Stelle muss ich ein bisschen jammern, ich finde mein Studium ziemlich stressig und obwohl ich noch kein ausgebrannter Manager bin, haben sich bei mir doch schon manchmal stressbedingte physische Krankheitserscheinungen gezeigt, auf die ich jetzt auch nicht näher eingehen möchte :-P , die sich aber auch nicht anders als durch Stress erklären liessen.
Und anstatt zu Psychopharmaka wie Ritalin zu greifen um sich besser konzentrieren zu können, was unter den Studenten heutzutage leider ein ziemlich starker Trend ist (siehe auch diesen interessanten Artikel in Campus Zeit Ausgabe Feb.09), finde ich es sinnvoller, besser mit dem Problem umgehen zu können, als die Symptome mit Drogen zu bekämpfen.

Also, da es mich nicht viel kostet und ich dabei nur gewinnen kann, hab ich diesen Kurs einfach mal ausprobiert und hatte heute die erste Stunde:
Gelehrt wird die Technik in einer Gruppe von 10 Leuten durch meinen Hausarzt hier in Aachen, der das schon viele Jahre in Krankenhäusern macht.
In der ersten Stunde hat er erstmal viel erzählt, was dahinter steckt, was das Ziel ist, was man damit alles so machen kann, wie die Übung aufgebaut ist, … und dann durften wir natürlich auch üben.

Ich merke gerade, der Text ist schon ziemlich lang geworden ist, genug um Diskussionen anzustoßen oder Nachfragen zu fordern denke ich.

Zusammenfassend möchte ich nur schnell sagen: Ich finde diese Entspannungstechnik ziemlich super. Ich bin schon nach der ersten Stunde sehr überzeugt davon und mal auf die nächsten gespannt.
Da sich die Übungen nach dem Baukastenprinzip erweitern lassen, lernt man in jeder Stunde etwas mehr dazu, es bleibt also spannend :-) und ich halte euch auf dem Laufenden.

Aug
20
2009
3

Wieder was gelernt! #358

Heute habe ich neben NuMa auch noch andere tolle Sachen für mein Leben gelernt:

Als ich in meiner kurzen Hose, die ich eigentlich schon relativ lange besitze, in den Mediamarkt ging, piepte die Sicherheitsschranke. Richtig, beim Reingehen, nicht rausgehen!
Die freundliche, blonde Security-Mitarbeiterin fragte mich daraufhin, ob ich irgendwelche neue Kleidung tragen würde. “Eigentlich nicht” antwortete ich und wusste auch nicht, was das damit zu tun haben sollte, da ich nur die lustigen, großen Plastikchips an Kleidungsstücken kannte.
Daraufhin bat mich die Mitarbeiterin, doch kurz mit ins Nebenzimmer zu kommen. Natürlich erklärte ich mich dazu bereit.
Also, die erste Sache die ich heute toll lernte: “Wie sieht es eigentlich hinter den verspiegelten Türen im Sicherheitsraum aus?” Der Raum war eigentlich ziemlich klein, ein Verhörtisch rechts mit zwei Stühlen, dahinter ein paar Monitore an einem Schreibtisch mit noch zwei Stühlen und einer weiteren Security-Mitarbeiterin und einem Mitarbeiter, die ich freundlich begrüßte.
Nachdem ich mit einem Handabtastgerät untersucht wurde und der Bund meiner Hose auffällig fiepte, überließ die blonde Mitarbeiterin mich ihrem Kollegen und verließ den Raum, woraufhin der Kollege mir eine Schere reichte und mich bat, meine Hose nach einem Ettikett mit Scherensymbol zu untersuchen. Er zeigte mir sogar die von der Überwachungskamera nicht erfasste Ecke.
Ich tat wie mir befohlen und tatsächlich war da ein ziemlich großes, grau-silbernes Ettikett mit der Aufschrift “Remove before Usage”. Erneutes Abtasten des Ettikettes identifizierte es eindeutig als Auslöser der Fiepens.
(zweite Sache gelernt: “Wofür sind diese lustigen Ettiketten da, die man angeblich unbedingt entfernen soll?“)
Nachdem ich mich freundlich von den Security-Mitarbeitern verabschiedete, verließ ich das Hinterzimmer, lächelte noch einmal die blonde Mitarbeiterin an, als ich rückwärts und mit erhobenen Armen zum zweiten Mal durch die Schranke ging und die Welt war wieder einmal ein Stückchen besser. :-)

Und jetzt könnte es endlich mal anfangen zu gewittern. Mir ist zu warm!

Aug
17
2009
1

kurze Filmkritik: Public Enemies

Ich hab mich lange Zeit auf diesen Johnny Depp Film gefreut, endlich wieder ein neuer!…aber wurde leider ziemlich enttäuscht.
Nicht von Johnny Depp selbst, ich finde er hat seine Rolle gut gespielt, aber vom Film um ihn herum.

Die Kameraführung mit den wackeligen Handkameras ist nach einigen Minuten gar nicht mehr so aufgefallen, dafür hat mich umso mehr Christian Bales andere (/”falsche”) Synchronstimme gestört. Seine Rolle fand ich auch ziemlich schwach.
Als nächstes war der Film sehr lang (140 Minuten), was in Ordnung gewesen wäre, wenn er dabei nicht so langweilig wäre. Eine Liebesgeschichte wurde eingebaut, die aber nicht toll rüber kommt und nach einiger Zeit kommt dann ein Ende, das mich erst ein bisschen an Gran Torino erinnert hat, nur in schlecht. Aber in der Hinsicht will ich nicht so viel spoilern.

Auf jeden Fall schade… aus der Handlung hätte man viel machen können, die Schauspieler sind an sich auch klasse, aber der Film der am Ende raus gekommen ist, ist keinen Kinoeintritt Wert.
Was ich vllt noch gut fand, waren die Kostüme, Kulissen und das ganze “Setting” wie man so schön sagt. Wirkten sehr authentisch, hatten eine gewisse Ähnlichkeit mit “Der Clou” (von 1973), den ich dank einer Freundin letztens gesehen habe und der im Gegensatz zu “Public Enemies” wirklich ein guter Gangster-Film ist.

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